|
|
HMK Rahmen:
Einen interessanten
Auftrag
erhielt ich im Sommer 2008.
Der Rahmen einer HMK, zersägt, verbogen und unkomplett, sollte
anhand zweier
alter Prospektbilder komplett rekonstruiert werden. Er war vor
Jahrzehnten von
einem findigen Häuslbauer zerstückelt worden, um als
Armierung der besonderen
Art einbetoniert zu werden, als sich ein bekannter
Österreichischer Sammler ein
Herz nahm und ihn in letzter Minute in Sicherheit brachte. Die Mehrzahl
der
restlichen Teile blieb ebenfalls erhalten.
Das
Motorrad ist das vermutlich letzte überlebende Exemplar seines
Typs.
Es wurde von der kleinen Wiener Firma HMK 1947/48 hergestellt. Der
Umbau des
Starrrahmens auf Illichmannfederung ist zeitgenössisch und
sollte bei der
Instandsetzung auch nicht rückgebaut werden.
Die gesamte Reparatur wurde als Schweißkonstruktion
ausgeführt.
Die
Ausgangssituation:
Rechter Unterzug und
Hinterbau zersägt, Sattelrohr herausgeschnitten und bei einem
früheren
Reparaturversuch wieder angeheftet, linker Hinterbau stark gestaucht,
ältere
Reparatur am Brustrohr, Rahmen verdreht.
Das
Brustrohr war bereits einmal
gebrochen und repariert worden, die Bruchstelle war mit Zinn
gelötet. Beim
Trennen der Rohre kam eine etwa 50 cm lange Stange zum Vorschein, mit
der das
Rohr unterfüttert war. Muffe und Rohr waren mit der Stange
verstiftet, die
Lötstelle war nur eine kosmetische Maßnahme.
|
|
Der
rechte Unterzug fehlte und
wurde nachgebaut, der vorhandene Klotz zur Befestigung der
Fußraste aufgelötet.
|
|
Die
fehlenden Motorhalteplatten
und die Halterung für das Bremspedal wurden angefertigt.
|
|
|
Ein
besonderes Problem war die
Hinterradfederung. Der rechte Gussteil war abgeschnitten und
zersägt, der linke
Hinterbau so stark gestaucht, dass sich die Kette beim Einfedern um 10
mm
gespannt hätte.
|

Der
Rahmen nach seiner Instandsetzung. Alle Fluchten, Symmetrie und
Geometrie liegen innerhalb von +/- 1 mm
|